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GOES FAIR: Das Gütesiegel für nachhaltige Entwicklungshilfe - Karl Noss Lederwaren ausgezeichnet.

Sichtlich bewegt ist Eckhardt Noss, Geschäftsführer der Karl Noss Lederwaren GmbH & Co. KG aus Wiehl, als er als erster Unternehmer das Gütesiegel GOES FAIR erhält. Denn er weiß genau wovon er spricht, er kennt die Verhältnisse in den armen Ländern aus eigener Erfahrung.

So auch die Begründer des Siegels, die Familie Schröder, welche selbst seit Jahren eigene Hilfsprojekte in der DR Kongo betreibt. Aus diesem Engagement entstand der erste Gedanke zu einem Gütesiegel für Unternehmen zur Unterstützung nachhaltiger Entwicklungshilfe. Durch die hauptberuflichen Tätigkeiten der Familienmitglieder in den Bereichen Vertrieb, Unternehmensberatung und Controlling besteht ein ständiger Kontakt mit Unternehmern. Und es zeigt sich täglich, dass auch gerade Unternehmer an effektiven Hilfsprojekten interessiert sind. „Unser Kontakt zur Wirtschaft auf der einen Seite und unsere Verbindungen zu Hilfsprojekten andererseits haben uns vor einem Jahr auf die Idee gebracht. Nämlich beides zu verbinden, um Menschen in Entwicklungsländern nachhaltig zu helfen."

Denn gerade Unternehmer wissen, dass man durch Mut, Ausdauer und Engagement Dinge bewegen kann. Im August 2013 folgten ca. 100 Unternehmer einer Einladung in die Räume der Volksbank Oberberg in Wiehl, um sich von der Idee begeistern zu lassen. Mittelpunkt der Veranstaltung bildete ein Vortrag von Herrn Israel Lofalanga, welcher als Kleinunternehmer in der DR Kongo tätig ist und dort vor Ort ehrenamtlich Entwicklungshilfsprojekte koordiniert. Herr Lofalanga berichtete von den besonderen Herausforderungen im Alltag kongolesischer Unternehmen und dem Kampf der Bevölkerung ums tägliche Überleben. Er zeigte auf, mit welch geringem Einsatz sich in seinem Land ganze Schicksale wenden lassen.

Zudem wurde auf die Frage eingegangen, wie Unternehmen durch das Goes Fair Gütesiegel Entwicklungshilfeprojekte unterstützen können. Engagierte Unternehmen werden Teil einer Community, die die eigenen Ressourcen einsetzt, um zu helfen. Sie unterstützen mit drei (silbernes) oder fünf Promille (goldenes Siegel) des Gesamtumsatzes oder eines Spartenumsatzes nachhaltige Hilfsprojekte. Bei letzterem verpflichten sich die Mitglieder außerdem, faire Löhne in Deutschland zu zahlen und für aus dem Ausland bezogene Handelswaren die Einhaltung sozialer Standards in den Lieferketten nachzuweisen.

Als Abschluss der Veranstaltung berichtete Eckhardt Noss, Inhaber und Geschäftsführer der Karl Noss Lederwaren GmbH & Co. KG über seine Motivation durch das Goes Fair Gütesiegel zu unterstützen. „Wir werden die Botschaft über die Grenzen von Oberberg hinaus tragen. Wir möchten unsere Geschäftspartner und Kunden für die gute Sache begeistern" , so der Geschäftsführer des Kofferspezialisten.